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UniTal 2021

Nach 14 Jahren und mehr als 50 Vorträgen wird die Veranstaltungsreihe UniTal auch im Jahr 2021 fortgesetzt. 

Die Vortragsserie von Professoren der Bergischen Universität Wuppertal wird von der FABU (Freunde und Alumni der Bergischen Universität) und der Westdeutschen Zeitung veranstaltet.

Diese meist sehr gut besuchten Vorträge haben das Ziel, Inhaltliches aus der aktuellen Forschung verständlich darzustellen und damit eine Vorstellung über die verschiedenen Forschungsaktivitäten der Bergischen Universität zu ermöglichen. In jedem Jahr werden vier interessante Vorträge zusammengestellt, die das breite Spektrum der Forschungsbereiche der Bergischen Uni repräsentieren.

Die Vorträge finden in der Citykirche in Wuppertal Elberfeld statt.  

Der Beginn ist jeweils um 19:30 Uhr. Am Ende jedes Vortrages findet eine Diskussion mit den Zuhörern statt. 

 


 

Das Jahr 2020 / 2021 steht in Wuppertal mit einer Vielzahl von Veranstaltungen im Zeichen des 200. Geburtstag von Friedrich Engels, des großen Sohnes dieser Stadt. Aus diesem Anlass werden alle sechs Unital-Vorträge diesem Thema gewidmet.

 

 

04.11.2021         Professor Dr. Philipp Schepelmann

 

(Wuppertal Institut, Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik

 

Friedrich Engels im Anthropozän –

 

Ungleichheit und Umweltzerstörung

 

In den letzten 200 Jahren haben Kapitalismus und Industrialisierung sowohl zum materiellen Wohlstand der Menschheit als auch zur Zerstörung der Umwelt beigetragen. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat dies eine neue Qualität erreicht. Der Mensch tritt nun als ein erdgeschichtlich prägender Faktor in Erscheinung, was der Begriff Anthropozän zum Ausdruck bringt. Das neue Zeitalter wirft neue und alte Fragen zum Verhältnis zwischen Ungleichheit und Umweltzerstörung auf.

 

 

 

18.11.2021         Professor Dr. Hans J. Lietzmann

 

(Politikwissenschaft, Demokratie- und Partizipationsforschung)

 

 

Friedrich Engels und die Demokratisierung der Gesellschaft

 

Friedrich Engels und seine Zeit diskutierten Fragen der Demokratie in engem Zusammenhang mit der sozialen Lage der Gesellschaft. Dennoch war diese Debatte eng verknüpft mit der entstehenden Demokratie in Preußen. Das Wechselspiel aus sozialem Elend, bürgerlicher Partizipation und autoritärer Monarchie bestimmte die Zeit besonders auch in den Städten des Wuppertals.




 

25.11.2021          Professorin Dr. Friederike Kuster

 

(Praktische Philosophie und Philosophische Geschlechterforschung) 

 

 

 

Friedrich Engels und das Geschlechterverhältnis

 

In seiner Schrift "Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats" von 1884 analysiert Engels "die weltgeschichtliche Niederlage des weiblichen Geschlechts". Diese Ungleichheit der Geschlechter ist nach Engels allerdings das Ergebnis einer historischen Entwicklungsstufe der Ökonomie und keine biologische Tatsache. Erst mit der Abschaffung des Privateigentums und mit der Anerkennung des weiblichen Beitrags zur Reproduktion der Gattung wird ein Verhältnis von Gleichheit möglich und die bürgerliche Idee der Geschlechterliebe realisierbar.